Metzdorf

Topographie

Das kleine Dorf begleitet einen engen Talbereich der Sauer. Die ehemals knapp 300 ha große Gemarkung nimmt den sich aus Schichten des Muschelkalks aufbauenden und rebenbewachsenen Hang ein und zieht sich nach Osten auf die Hochfläche.Dieser liegt Keuper auf. Der höchste Punkt der Gemarkung ist der Galgenberg mit 351 m NN, dessen Benennung an die Hochgerichtsstätte erinnert.

Namensursprung

Metzdorf wird erst seit dem 14. Jh. in Weistürmen genannt. Die Bezeichnung Mettendorf (1350) erfährt auch keine Wandelungen mehr und weist nur geringe Schreibvariationen (Meczendorff 1435, Merzendorff 1484) auf. Der Ortsname deutet auf eine Ausbauphase nach der fränkischen Landnahme hin, wobei die Bezeichnung Dorf eine Mehrgehöftssiedelung mit einem Flurnamen oder einem Personennamen verknüpft.

Geschichte

Metzdorf erscheint im 14. Jh. im Besitz des Stiftspropstes von St. Paulin, der sowohl die Grundherrschaft, als auch sämtliche Gerichtsrechte ausübte. Desgleichen bestanden starke Verbindungen zu dem nahen, ebenfalls zu dem ältesten Besitz von St. Paulin gerechnetem Mesenich. Metzdorf war Filiale der Pfarrkirche Mesenich. Die dem hl. Nikolaus geweihte Kapelle in Metzdorf und der in der Filiale bestehende Kirchhof werden bei der Visitation 1570 genannt.
Das Dorf zählte 1684 immerhin elf Feuerstellen. 1787 waren es 19 Feuerstellen. Die Einwohnerzahl stieg zwischen 181 und 1843 von 147 auf 217 und stagnierte anschließend mit einem leichten Rückgang. 1950 hatte Metzdorf 272 Einwohner. Das kleine Dorf erlangte alle gemeindlichen Einrichtungen. 1845 schied es aus dem Schulverband Mesenich aus, eine neue Schule wurde 1913 erbaut. Ein neuer Friedhof ist außerhalb der Ortslage angelegt. Das Dorf wurde Station der 1915 eröffneten Eisenbahnlinie Igel-Bitburg und erhielt einen Bahnhof. Die Trasse der 1968 stillgelegten Eisenbahn wird von der Sauertalstraße (B 418) Ortsumgehung benutzt. Die Sauer überwindet seit 1987 eine mit luxemburgischen Mörsdorf verbindende Fußgängerbrücke.